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Die erste offizielle Zählung der gesamten Bevölkerung des Landes fand im Februar 1957 statt. Über die Zusammensetzung der Bevölkerung vor diesem Datum weiß man wenig. Das Statistische Zentralamt Kuwaits schätzte jedoch, dass im Jahre 1910 ca. 35,000 Menschen in Kuwait lebten. Mit der Suche nach Erdöl stieg die Bevölkerung in Kuwait von 1910 bis 1935 auf etwa 75,000. Anfang der 50er Jahren wurde die Gesamtbevölkerung des Staates auf etwa 100,000 Einwohner geschätzt. Bei der ersten Volkszählung 1957 wurde die Bevölkerungszahl mit 216,000 offiziell angegeben. Seit 1957 gab es alle fünf Jahre eine Volkszählung.
Die bisher letzte offizielle Zählung fand im April 1995 statt. Sie Ergab folgendes Bild:
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Kuwaitis
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653,616
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Ausländer
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921,954
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Insgesamt
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1,575,570
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Die Aspekte der Bevölkerungsstruktur in Kuwait können folgendermaßen resümiert werden:
Die Abnahme der Bevölkerungsgesamtzahl und Zunahme des Prozentsatzes der Kuwaitis:
Im Jahre 1993 betrug die Gesamtzahl der Bevölkerung 1484,400 tausend Einwohner im Vergleich zu ca. 2014, 100 tausend Einwohnern im Jahre 1989, d.h. mit einem Abnahmeprozentsatz von 26,3%. Dies ist auf den Rückgang der Gastbevölkerung von 1464 tausend auf 841,800 tausend Einwohner, d.h. mit einem Abnahmeprozentsatz von 42,5% in dieser Zeit. Die Zahl der kuwaitischen Bevölkerung selbst erhöhte sich von 550,100 tausend auf 642,600 tausend Einwohner, d.h. mit einem Zunahmeprozentsatz von 16,8%. Infolge dieser Veränderungen stieß der Prozentsatz der kuwaitischen Bevölkerung im Vergleich zur Gesamtbevölkerung von 27,3% auf 43,3% in diesen beiden Jahren.
Die ethnische Umstrukturierung der Nicht-Kuwaitis:
Zu den wichtigen Bevölkerungsstrukturveränderungen in der zeit nach der Befreiung gehört die ethnische Umstrukturierung der Nicht-Kuwaitis. Der Prozentsatz der arabischen Nationalitäten sank aufgrund der Auswanderung großer Zahl dieser Nationalitäten infolge der irakischen Aggression von 66% im Jahr 1989 auf 54,7%. Gleichzeitig stieg in dieser Zeit der Prozentsatz der asiatischen Nationalitäten infolge der zunehmenden Nachfrage nach der für die Wiederaufbauarbeiten nach der Befreiung notwendigen Arbeiterschaft von ca. 33% auf 44,5%.
Die Arbeitskraft
Für den Umfang und die Struktur der Arbeitskraft der Volkswirtschaft in dieser Phase sind folgende Hauptmerkmale bestimmend:
Verbesserung des Prozentsatzes der Kuwaitis in der Gesamtarbeitskraft:
Nach den Angaben des Planungsministeriums betrug die Gesamtarbeitskraft ca. 735,700 tausend Beschäftigte, unter denen die Kuwaitis im Jahr 1993 einen Prozentsatz von 20,3% bildeten, verglichen mit einer Gesamtarbeitskraft von ca. 863,000 tausend Beschäftigten im Jahr 1989, unter denen die Kuwaitis einen Prozentsatz von 13,7% bildeten. Um die Steigerung dieser positiven Veränderung wird sich die Nationallanun in der kommenden Phase bemühen.
Fortdauernde Konzentration der Nationalarbeitskraft in dem staatlichen Sektor:
Die kuwaitische Arbeitskraft betrug ca. 150000 Beschäftigte, darunter 139000 im Staatsdienst, mit einem Prozentsatz von 92,6%. Der Prozentsatz der Staatsangestellten im Vergleich zur Gesamtarbeitskraft betrug 1989 ca. 90,5%. Die in dieser neuen Phase verfolgte Politik der Entwicklung der menschlichen Ressourcen bemüht sich darum, diese Konzentration im Rahmen der Programme zu reduzieren, die auf eine Variierung der Volkswirtschaft und eine Vermehrung der Rolle des Privatsektors und der Finanzreformprogramme zielen.
Fortbestand einer Berufsstruktur mit dem Akzent auf niedrigen Berufen:
Der Prozentsatz der einfachen Arbeiter betrug im Jahr 1989 ca. 41% der Gesamtarbeitskraft, bzw. 55%, wenn dazu noch der Prozentsatz der durchschnittlich qualifizierten Produktionsarbeiter dazugezählt werden. Infolge der Einladung großer Anzahl einfacher Arbeiterschaft wegen der in einer sehr kurzen Zeit zu erledigenden Wiederaufbauarbeiten wurde der Prozentsatz der einfachen Arbeiter im Jahr 1993 (43,3%),bzw. 55%, wenn dazu noch der Prozentsatz der durchschnittlich qualifizierten Arbeiter und der Agrararbeiter hinzugezählt wird.
Fortdauernde Veränderung des Ausbildungsgrads der unqualifizierten Gruppen in der Gesamtarbeitskraft:
Die in dem letzten Abschnitt erwähnten Gründen führte zur Einladung großer Zahl von einfacher Arbeiterschaft, was diese Erscheinung herbeirief. Nachdem im Jahr 1989 der Prozentsatz der Unqualifizierten ca. 34,3% der Gesamtarbeitskraft, bzw. 65,4%, wenn der Prozentsatz der niedrig Qualifizierten hinzukommt -betragen hatte, wurde er im Jahr 1993 rund 35%, bzw. 64,9%, wenn der Prozentsatz der niedrig Qualifizierten hinzukommt. Die so beschaffene Arbeitskraftstruktur ist nachteilig für die Entwicklungsbemühungen, die die Nationalplanung dadurch zu fördern sucht, dass eine umfassende Politik für Ausbildung, Fortbildung und Umschulung verfolgt wird. Diese Politik soll dazu führen, das Gleichgewicht in der Arbeitskraftstruktur zu realisieren und die Arbeitskraft für die geplanten Entwicklungsbemühungen zu befähigen.
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Die Einwohner
Die Einwohnerzahl im Jahre 1990 betrug 2135000.7 im Vergleich zu einer Einwohnerzahl von ca. 206000.5 im Jahre 1957. D.h. die Einwohnerzahl hat sich seit 1957 verzehnfacht. Dann ist diese Zahl im Jahre 1993 auf 1484000.4 Einwohner gesunken, da es in Folge der irakischen Aggression über Kuwait im August 1990 zu massenhafter Auswanderung kam. Die Einwohnerzahl ist um 11.4% gesunken, was die graphische Darstellung im Diagramm ( 1 ) veranschaulicht.
Die Zeit von 1957 bis 1970 erlebte sehr hohe Wachstumsraten. Die Einwohnerzahl stieg um 10.3 % / Jahr. In den 70er Jahren sank sie um 6.3% / Jahr. Dann blieb die Wachstumsrate bis 1990 bei ca. 4.6% / Jahr : das lag an der Politik der Förderung und der Familienfürsorge. Diese Wachstumsrate gehört fast zu den höchsten Wachstumsraten auf der ganzen Welt. Obwohl die Einwohnerzahl im Jahre 1990 um das 10-fache seit 1957 stieg, vermehrten sich die einheimischen ( kuwaitischen ) Einwohner in gleicher Zeitspanne nur um das 5-fache seit dieser Zeit. Die Zahl der Kuwaitis stieg in der Zeit von 1957 -1990 von 113000.6 auf 572000.4 .So ist die hohe Wachstumsrate in Kuwait eher auf die schnellere Wachstumsrate der Einwanderer zurückzuführen. Im Jahre 1990 betrug die Zahl der Einwanderer 1563000.3 , was bedeutet, dass sie seit 1957 um das 17-fache gestiegen ist. Von der Gesamtzahl der Bevölkerung ist der Prozentsatz der kuwaitischen Einwohner wegen der genannten Umstände zurückgegangen. Er sank im Jahre 1990 auf 26.8% im Vergleich zu 55.0% im Jahr 1957. Wegen der Auswanderung der ausländischen Gastarbeiter infolge der irakischen Aggression im Jahre 1990 stieg sie und betrug 43.3% .
Die Arbeitskräfte
Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte hat seit 1958 ständig zugenommen. Im Jahre 1990 betrug sie 816000,4 Arbeiter; d.h. die Arbeitskräfte haben sich seit 1957 verzehnfacht. Zwischen 1957 und 1970 war die jährliche Wachstumsrate sehr hoch; sie betrug 8,4 % im Jahr; in den 70er Jahren sank sie auf 7,3 %. Obwohl die jährliche Wachsturnrate Anfang der 80er Jahre auf 6,2 % zurückging, stieg sie Ende der 80er Jahre auf 7,3 %. Im Jahre 1993 ging die Gesamtzahl der Arbeitskräfte auf 735000,7 Arbeiter, also um 8 % - verglichen mit dem Stand vor der irakischen Aggression im Jahre 1990 - zurück. Bemerkenswert ist, dass die Gesamtzahl der kuwaitischen Arbeitskräfte allmählich von 51% Anfang der 60er Jahre auf nur 13,7% im Jahre 1990 sank und dass sie im Jahre 1993 auf ein fünftel der Gesamtzahl der Arbeitskräfte gestiegen ist. Diesen Angaben ist zu entnehmen, dass Kuwait im Jahre 1990 an Einwanderern 2,7 mal soviel wie seine einheimischen Einwohner, an Gastarbeitern 6,3 mal soviel wie die einheimischen Arbeitskräfte aufgenommen hat. Die Einwanderer vertraten mehr als 120 arabische und nicht-arabische Nationalitäten. Ohne Zweifel ist diese veränderliche Struktur der Bevölkerung und Arbeitskräfte für den nationalen Entwicklungskurs in bezug auf die sozialen und Sicherheitsaspekte nicht günstig. Das erforderte die Ausarbeitung einer langfristigen Politik, die das demographische Gleichgewicht halten soll, wie es für den Entwicklungsprozess und für Schaffung eigener nationaler, der Entwicklung dienender Arbeiterschaft notwendig ist |