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Soziale Dienstleistungen
Versicherungsaktivitäten

Soziale Dienstleistungen

Die sozialen Dienstleistungen werden vom Staat - trotz der Verästelung ihrer Bereiche und ihrer staatlichen und privaten Institutionen - beaufsichtigt und unterstützt. Das Ministerium für soziale Angelegenheiten, das Arbeitsministerium und die Organisation der sozialen Versicherung übernehmen - in Zusammenarbeit mit den anderem einschlägigen Regierungsstellen - die Aufsicht über die Aktivitäten der sozialen Fürsorge. Zu den wichtigsten Institutionen gehören:


Unterhaltungszentren: Das sind Institutionen, denen die Aufgabe zukommt, kulturelle und unterhaltende Veranstaltungen für die Kinder zu organisieren, Beitrag zu ihrer guten Erziehung zu leisten, ihre Talente zu entfalten und ihre körperlichen und mentalen Fähigkeiten in Sportcamps zu entwickeln. 1988 gab es 10 Unterhaltungszentren, die den Kindern ihre Dienstleistungen darbieten. Diese Zahl sank auf 9 Zentren, nachdem das Zentrum in Failaka infolge der irakischen Zerstörung der Einrichtungen auf der Insel im Jahre 1990 geschlossen worden war. Ungefahr 8 Jugendzentren treiben sportliche, unterhaltende und kulturelle Aktivitäten. Die Zahl ihrer Mitglieder betrug 6000 Mädchen unter 16 Jahren und Jungen unter 14 Jahren.


Fürsorge für Jugendliche und besondere Volksgruppen: Die Fürsorge für die Jungendliche und die besonderen Volksgruppen stellt einen wichtigen Aspekt der sozialen Fürsorge dar, die vom Staat ständig unterstützt wird. Subventioniert werden die Institutionen, die die Jugendlichen und die besonderen Volksgruppen betreuen, wie z.B. Altersheime, Zentren für soziale Rehabilitation und Ausbildung der Behinderten, Familien-Kindergärten, Jugendherbergen und Berufsausbildungszentren. Diese Aktivitäten werden nicht nur finanziell, sondern auch im Bereich der Ausbildung, der Gesetzgebung, des Gesundheitswesens, der Pädagogik und des Sports unterstützt. Nicht zuletzt werden sie auch im Bereich der internationalen Zusammenarbeit in Form von Informationsaustausch und Schaffung von Hilfsmitteln gefördert. Außerdem ist der Staat bemüht, die negativen Folgen der irakischen Aggression für Kinder, Familien der Gefallenen, Kriegsversehrte und Folterungsopfern zu beseitigen. Die staatlichen Beihilfen für diese besonderen Volksgruppen stiegen im Jahre 1986 von ca. KD 11,6 Mill. auf etwa KD 27,6 Mill. im Jahre 1992. Über elftausend Familien erhalten diese Summe pro Jahr.

Die Genossenschaften: Der Staat ist stets bemüht, die Genossenschaftsbewegung zu unterstützen, denn sie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Bürgerinitiativen und für Vertiefung der Beteiligungs- und Produktionswerte. 1993 betrug die Zahl der Genossenschaften 48; davon sind 42 Konsumgenossenschaften, 4 landwirtschaftliche Genossenschaften, eine Spargenossenschaften und eine Genossenschaft zur Sadu-Herstellung (lokal hergestellte Stoffe). Außerdem gibt es den Konsumgenossenschaftsverband und den Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die Zahl der Mitglieder betrug im Jahre 1993 ca. 183 200; demgegenüber betrug die Zahl der Mitglieder im Jahre 1988 ca. 161 300, d.h. mit einer Zunahme von 13,5%.
Versicherungsaktivitäten

Der Staat schenkt den Versicherungsaktivitäten ständig wachsende Aufmerksamkeit. Er hat den Versicherungssektor durch Gesetze entwickelt, damit er die Bedürfnisse der sozialen Sicherheit im weiteren Sinne befriedigen kann. Die wichtigsten Gesetze, die die Versicherungsaktivitäten reglementieren, sind:


Der Emir-Beschluss zur Erlassung des Gesetzes Nr. 61/1976 über soziale Versicherung;

 

Das Dekret zur Erlassung des Gesetzes Nr. 69/1980 und seiner Novellen über Renten und Abfindungen der pensionierten Militärs;

 

Das Dekret zur Erlassung des Gesetzes Nr. 128/1992 über das ergänzende Versicherungssystem;

Dementsprechend gibt es vier Versicherungsfonds, die von der Allgemeinen Organisation der sozialen Versicherungen beaufsichtigt werden. Zu ihren wichtigsten Leistungen gehört die Etablierung eines umfassenden Versicherungsschirms für alle Beamten und Angestellten in den verschiedenen Sektoren. Die Zahl der versicherten Zivilisten (Lebensversicherung, Versicherung gegen Altersschwäche, Arbeitsunfähigkeit) betrug ca. 102700 im Jahre 1989/1990 gegenüber 1985/86 (86000 Versicherte). Die Zahl der Versicherten im privaten Sektor betrug in der Zeit zwischen 1985/86 und 1989/90 etwa 3 700. 1993/94 stieg die Gesamtzahl der Versicherten auf 129600 in allen Sektoren.

Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Versicherungsindikatoren in der Zeit zwischen 1991/92 und 1993/94:

Indikatoren

1991/92

1993/94

Veränderungsrate

Zahl der lebenden Rentner (in tausend)

31,3

37,0

19,3%

Zahl der Witwen und Waisenkinder (in tausend)

31,1

33,9

09,7%

monatliche Versicherungsausgaben für Rentner, Witwen und Waisenkinder (in KD Mill.)

31,1

23,3

03,2%

Zahl der versicherten Zivilisten (in tausend)

112,7

129,6

15,7%

die tatsächlichen Versicherungsausgaben für Rentner, Witwen und Waisenkinder (in KD Mill.)

265,5

386,8

45,6%

Prozentsatz der Familien, die von den staatlichen integrierten Programmen der sozialen Fürsorge profitieren:

1992

1986

 


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