infos
       
 
Left
weitere Links



Gesundheitswesen

Kuwait sorgt dafür, allen Bürgern und Ausländern Möglichkeiten der Gesundheitspflege, der Vorbeugung und der medizinischen Behandlung gebührenfrei oder gegen geringe Gebühren zu bieten.

Der Staat ist auch bestrebt, die Bürger über Gesundheits- und Nahrungsfragen aufzuklären, ihnen eine gesunde Umwelt zu garantieren und der Umweltverschmutzung vorzubeugen. Das führte dazu, dass die durchschnittlichen Ausgaben für die Dienstleistungen der Gesundheitspflege pro Jahr in der Zeit von 1970 bis Mitte der 80er Jahre bei 14% lagen. Dieser Prozentsatz ging in der zweiten Mitte der 80er Jahre auf 3,4% zurück, da viele Infrastrukturelemente im Bereich des Gesundheitswesens vervollständigt worden waren. Trotzdem lagt der Prozentsatz der Ausgaben in diesem Sektor Anfang der 90er Jahre bei 4,5% der gesamten staatlichen Ausgaben.

Um gesundheitliche Dienstleistungen flächendeckend dazubieten, hat Kuwait das System der Gesundheitszonen eingeführt. Jede Zone enthält ein staatliches Krankenhaus, das besondere Fälle empfängt. Die Einweisung dieser Fälle, die besonderer ärztlicher Versorgung bedürfen, erfolgt durch die öffentlichen Zentren der Allgemeinen Medizin, die den Patienten primäre ärztliche Versorgung gewähren, sowie durch die öffentlichen Spezialzentren, die den Zentren der Allgemeinen Medizin landesweit je nach Bevölkerungsdichte angegliedert sind. Außerdem gibt es eine Reihe der Spezialkliniken wie die Psychiatrische Klinik, die Frauenklinik und die Opthalmologische Klinik.

1990 verfügte der Staat über folgende gesundheitliche Institutionen:

 

67 Zentren der Allgemeinen Medizin, die primäre ärztliche Versorgung bieten;

 

53 Zahnmedizinische Kliniken;

 

14 Diabetische Kliniken;

 

48 Zentren für Mutterschafts- und Kindheitsfürsorge;

 

32 Verbeugungszentren;

 

16 Allgemeine und Spezialkliniken;

 

08 private Kliniken

Damals verfügten alle staatlichen und privaten Krankenhäuser ungefähr über 6110 Krankenbetten, d.h. ein Bett für jede tausend Menschen. Die Zahl der im Bereich der Gesundheitspflege tätigen Humanärzte, Apotheker und Zahnärzte betrug ca. 4200, d.h. 2 Ärzte für jede tausend Menschen. Die Zahl der Hilfskräfte im Bereich der medizinischen Technik und Krankenpflege betrug etwa 14880, d.h. 7 Fachleute und Krankenpfleger für jede tausend Einwohner.


Den Programmen der Mutterschafts- und Kindheitsfürsorge wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Dazu gehören Dienstleistungen der ärztlichen Untersuchung vor der Ehe als Schutzmaßnahme gegen Erbkrankheiten, Behandlung der Sterilität und der gynäko]ogischen Krankheiten, regelmäßige Untersuchung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung, und vor allem Schwangerschaftsberatung, die die Bedeutung der Muttermilchernährung und den Schutz gegen ansteckende Krankheiten hervorhebt.


In Zusammenarbeit mit den Kliniken der Vorbeugungsmedizin und der Zentren der schulischen Gesundheitspflege impfen die spezialisierten Zentren die Kinder bis zum 6. Lebensjahr kostenlos. Die Impfung der Kinder geht, auf Grund der Absprache mit den Eltern, nach einem Zeitplan, der auf der Rückseite der Geburtsurkunden gedruckt ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kinder die Pflichtimpfungen rechtzeitig bekommen. Alle Kinder im Alter von 1 bis 2 Jahren werden seit 1990 zu 99% gegen Kinderlähmung geimpft. Der Prozentsatz der Schutzimpfungen gegen Masern und Lungentuberkulose liegt bei 96% für vierjährige Kinder und bei 95% für sechsjährige Kinder. Das trug dazu bei, dass die Kinderlähmung und die Todesfälle wegen der Masern seit 1988 von der Arena verschwunden sind.


Im Bereich der Prophylaxe und des Umweltschutzes fördert der Staat die Programme der Gesundheitserziehung. In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO bemüht sich der Staat, die Bevölkerung vor den ansteckenden Krankheiten zu schützen und Epidemien zu überwachen. Die Gesundheitsabteilung an Grenzübergängen, am See- und Flughafen ergreift alle erforderlichen Maßnahmen, um alle Einreisenden auf die ansteckenden Krankheiten hin zu untersuchen. Sie sorgt dafür, dass keiner einreist, der an einer ansteckenden Krankheit, vor allem an AIDS, leidet. Alle Gastarbeiter, die mit ihren Familien zum ersten Mal einreisen, werden der Untersuchung unterzogen; Personen über 11 Jahre werden einer Blutuntersuchung unterzogen. Kinder unter 11 Jahren werden mit dem BCE-Stoff geimpft.


Die Bemühungen beschränken sich nicht auf die vorbeugenden Maßnahmen; so werden ständig Maßnahmen ergriffen, um die Umwelt zu schützen. Es wird kontinuierlich geprüft, ob die umweltverschmutzenden Substanzen zu Land und zu Wasser die zulässigen Standardwerte überschritten haben. Außerdem wird dafür gesorgt, das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu vertiefen und die Bürger zur Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen im Bereich des Umweltschutzes anzutreiben.

Den Bemühungen des Staates, die Dienstleistungen im Bereich der Gesundheitspflege zu optimieren und den Standard der fortgeschrittenen Länder in diesem Bereich zu erreichen, sind mehrere, aus den Statistiken von 1970 und 1992 abzulesende Errungenschaften entsprungen. Zu den wichtigsten Indikatoren zählt die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer, die von 63 Jahren im Jahr 1970 auf etwa 74 Jahre im Jahre 1992 gesprungen ist. Für Frauen stieg sie von 66,2 auf 77 Jahre. Während dieses Zeitraums sank die Sterbeziffer von 6,5 auf 2,2 Todesfalle pro tausend Menschen. Für neugeborene Kinder ging die Sterbeziffer von 41,3 auf 10, 7 Fälle pro tausend Kinder, bei der Entbindung von 14 auf 10,2 Fälle pro tausend Bebies zurück. Je nach Todesursache spiegeln die ständig sinkenden Sterbeziffern die Aspekte des kontinuierlichen Fortschritts im Bereich der Gesundheitspflege wider, was den Standard in den fortgeschrittensten Ländern fast erreicht. Folgende Tabelle stellt einen grundsätzlichen Aspekt dieser Tatsachen dar.

 

Indikatoren

1970

1992

Durchschnittliche Lebenserwartung (Männer)

63,0

73,8

Durchschnittliche Lebenserwartung (Frauen)

66,2

76,9

Sterbeziffer (pro tausend Menschen)

6,5

2,2

Sterbeziffer für Neugeborene (pro tausend Kinder)

41,3

10,7

Sterbeziffer für Fehlgeburten (pro tausend Kinder)

14,0

----

Prozentsatz der Todesfälle, je nach Todesursache

Krankheiten des Zirkulationssystems und des Blutkörpers

15,3

35,4

Missgeburt und Schwangerschaftskrankheiten

14,1

4,3

Unfälle und Vergiftung

12,9

18,2

Tumoren

4,5

10,1

Krankheiten des Respirationssystems

19,4

7,7

Ansteckende und parasitische Krankheiten

11,4

2,5

Krankheiten des Verdauungssystems

4,9

2,0

Krankheiten der endokrinen Drüsen und der Assimilation

1,4

3,7

Krankheiten des Urinalen und des genitalen Systems

1,6

2,1

Andere Krankheiten

14,4

8,9


line
Home | Politik | Wirtschaft | Soziales | Tourismus
Copyright © 2006 Botschaft des Staates Kuwait-Berlin. Designed by: Presseabteilung