
Deutschland und Kuwait unterhalten seit Jahrzehnten vielseitige Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit. Diese traditionellen Beziehungen sind nach der Befreiung unseres Landes von der irakischen Besetzung auf den verschiedensten Gebieten, insbesondere den wirtschaftlichen, weiter gewachsen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Deutschland für Kuwait der drittgrößte Handelspartner nach den USA und Japan ist und dass Deutschland für Kuwait nach wie vor einer der wichtigsten Standorte kuwaitischer Direktinvestitionen im Ausland ist.
Das beiderseitige Bestreben, diese Beziehungen weiterzuentwickeln und zu intensivieren, artikuliert sich durch zahlreiche bilaterale Verträge. Erwähnenswert sei hier insbesondere das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, sowie das Abkommen über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen. Diese beiden Abkommen bilden bekanntermaßen eine wichtige Grundlage für verstärkte bilaterale Wirtschaftsbeziehungen.
Außerdem ist der deutsche Anteil beim wirtschaftlichen Aufbau des Landes und beim Aufbau des landeseigenen Industrie keinesfalls unerheblich. Deutsche Unternehmen werden auch berücksichtigt bei der Auftragsvergabe. Auf dem Handelssektor sind die Deutschen ebenfalls mitvertreten. Die Bundesrepublik Deutschland zählt zu den wichtigsten Importländern Kuwaits. Deutsche Produkte und Leistungen genießen in Kuwait nach wie vor höchstes Prestige.
Die kuwaitischen Direktinvestitionen in Deutschland nahmen ihren Anfang in den siebziger Jahren dieses Jahrhunderts. Bereits Ende 1974 hatte der Staat Kuwait über die Deutsche Bank 13 Prozent an Daimler-Benz (Daimler) erworben. Bis zum heutigen Tage ist Deutschland einer der wichtigsten Standorte kuwaitischer Investitionen im Ausland. Sektoral verteilen sich die kuwaitischen Deutschlandsinvestitionen hauptsächlich auf folgende Zielbranchen: Verarbeitende Industrie, Immobilien und Bankwesen. Wichtig zu erwähnen sei in diesem Zusammenhang, dass Kuwait keine einzige Aktienbeteiligung in Deutschland verkauft hat, als es finanzielle Mittel brauchte, um den Befreiungskrieg und den Wiederaufbauprozess zu finanzieren. Dies zeigt solides Vertrauen in den Standort Deutschland seitens der Wirtschaftsverwaltung Kuwaits.
Um ausländische Investoren anzulocken, hat das Kuwaitische Kabinett dem Entwurf eines neuen Investitionsgesetz zugestimmt. Die neue Gesetzvorlage enthält zahlreiche Begünstigungen für die ausländischen Investoren. Zu den wichtigsten zählen:
Der Kulturaustausch zwischen Deutschland und Kuwait hat sich nach Unterzeichnung des Kulturabkommen 1989 weiterentwickelt. Es gibt zur Zeit in Deutschland zahlreiche kuwaitische Ärzte, die eine Fachausbildung an deutschen Krankenhäusern oder Universitäten absolvieren.